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Eat-The-World-Tour St. Georg

Hallo

Wer es noch nicht weiß: Man kann sich in vielen deutschen Städten durch die Stadtteile futtern und bekommt noch ein wenig Stadtteilgeschichte dazu…

Wir haben diese Touren schon in Ottensen und im Schanzenviertel erlebt, entweder geschenkt bekommen oder selber „uneigennützig“ verschenkt.

Auch diesmal war es wieder ein „uneigennütziges“ Geschenk für Kirsten und Fred von Elke-Günter und uns … ja und dabei kam der Gedanke den beiden lieben Freunden auch gleich unsere Anwesenheit mitzuschenken….20160805_133454

Die Touren kosten im Schnitt so 30 Euro pro Nase, dauern etwa 3 Stunden und machen satt. Normalerweise jedenfalls. Auf der Schanzentour waren wir am „sattesten“, die St. Georg-Tour übersteht man auch, wenn man gerade mit seiner Diät begonnen hat. Das liegt vielleicht an den etwas spärlichen Häppchen bei der Käsefrau und im Cafe Koppel 66.

Der Grundgedanke, die Teilnehmer nicht nur mit nackten Geschichtszahlen oder überlangen Museums- und Kirchenbesuchen zu stressen, ist dabei aber gut und zielt auf den Urtrieb der Lebenserhaltung durch Genuss ab.

Für mich als ehemaligem St. Georg-Bewohner war die Begehung des Stadtteils nicht wirklich neu, das wusste ich aber auch schon vorher… Trotzdem bekam ich frische Einblicke in diesen sehr lebendigen Stadtteil: Dass der Hansaplatz mehrfach „verkehrsberuhigt“ wurde und der Steindamm jetzt fest in orientalischer Hand ist, war deutlich zu erkennen und dass die Gentrifizierung im Stadtteil voranschreitet auch. 20160805_124832

Ältere Läden wie das Kräuterhaus etwa mussten in eher abgelegene Gebäude ausweichen, weil sie die Mietanstiege nicht mehr verkraften konnten.

Marlene unser Guide, die uns an der Bremer Reihe in Empfang genommen hatte, machte ihre Sache ganz gut, konnte aber eine gewisse Skepsis bei den Hamburger Teilnehmern nicht ganz zerstreuen, weil sie aus dem Rheinland stammend „erst“ 16 Jahre in Hamburg lebt. Das sind wir Althamburger nicht gewöhnt. Die Touren durch Ottensen und die Schanze wurden von einer echten Hamburgerin und einem 50ender durchgeführt, deren Kompetenz unzweifelhaft war, schon durch die Abstammung …

Ein katholischer Bischofssitz war dann doch noch mit dabei, aufs Hansatheater wurde nur von Ferne hingewiesen, das Weinlokal „Im Dorf“ in der Langen Reihe wurde nicht erwähnt, vielleicht auch weil es sehr versteckt liegt.

Alles in Allem war es ok! Den unwissenden, unvoreingenommenen Teilnehmern jedenfalls hat es gefallen. Damit war der Geschenkeffekt erreicht!!

20160805_132142 Ach ja, der Teeladen und der Laden mit den „persischen“ Leckereien sollen nicht unerwähnt bleiben. Sie liegen beide mittig in der Langen Reihe und haben einen Wiederbesuch verdient.

Näheres gibts bei Eat The World